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Hamburger Getränke Chronik
Der Hamburger Wasserträger Wilhelm Bentz ging, noch zu seinen Lebzeiten, als "Hummel" in die Analen der historischen Stadtgeschichte Hamburgs ein.
In der Elbe schwammen noch zwei Meter lange Störe, am Fischmarkt war die, später legendäre, Gaststätte "Eier-Cohrs" überfüllt.
Die Freie und Hansestadt Hamburg zeigte sich aber auch von dieser Seite:
Unkundig ließen die Herren Senatoren Johannes Brahms nach Wien übersiedeln, weil sie von der Autorität des Komponisten nicht überzeugt gewesen waren. Statt dessen dekretierten sie zur gleichen Zeit, dass die "Gemeinen" sie als "Hoch- und Wohlweisheit" zu titulieren hätten. Ihnen reichte es, so schien, dass Alfred Brehm am Dammtor Direktor des Zoologischen Gartens wurde.
Hunger überfiel die Stadt Hamburg, warteten doch in den Herbergen und Lagern am Hafen über 30.000 Menschen auf jene Schiffe, die sie nach Amerika, in die Neue Welt, bringen sollten. Amalie Sieveking, die "Mutter der Armen", versuchte, durch persönlichen Einsatz deren Not zu lindern. Kaffee und Tee sowie allenfalls Rotwein tranken die Hamburger - Bier, Brause und Limonade trafen noch nicht ihren Geschmack.
Erst als die Gewerbefreiheit eingeführt wurde, erst als die "Actienbrauerei" die industrielle Bierproduktion ins Leben rief, erst dann setzte auch die Nachfrage ein: Hamburg erlebte seinen "Getränkeumbruch". Das war auch die Stunde der "Brause- und Limonadenfabrik GÖTTSCHE", die 1869 - zehn Jahre vor Gründung der Holsten Brauerei - Limonaden und Braunbier herstellte.
An der Alster und Elbe orientierten sich Publikum und Wirtshäuser nach den neuen Angeboten. Mitten im politischen Umbruch, während des sich noch langsam vollziehenden Überganges in das Industrie-Zeitalter, trachteten Arbeitsweise und Wohlbefinden des Menschen nach einschneidenden Änderungen. Ungewohntes geschah, jetzt wollten alle daran teilhaben: Konkurrenzdruck machte sich breit.
In Nienstedten etablierte sich eine Elbschloss-Brauerei, es gesellte sich in Bahrenfeld die "Bahrenfelder" hinzu, in Ottensen die "Dampfbierbrauerei", es folgten Mitbewerber in Barmbek und in Winterhude, schließlich eroberten Bill- und Bavaria-Brauerei mit ihren Produkten die Hansestadt.
Um die Jahrhundertwende bestanden über 30 große Brauereien, etwa 100 Limonadenabfüller kämpften um ihre Existenz. So schnell die Getränkefabriken auch auf der Bildfläche erschienen, so schnell verschwanden viele wieder:
Die ersten noch zu Zeiten der Kaiser, die meisten in den Inflationsjahren der Weimarer Republik, 21 in den 12 Jahren des Tausendjährigen Reiches.
Das Ende des Zweiten Weltkrieges zwang die Unternehmen, "quasi die Gründerjahre nochmals zurückzuverfolgen und von vorn zu beginnen". Wem hier die glückliche Hand fehlte, den ereilte das Schicksal des Aufgebens. Die "Rationalisierung" griff langsam aber stetig um sich. Das Familienunternehmen CARL GÖTTSCHE, inzwischen 80 Jahre alt, passte wieder auf und sich den erneut verändernden Marktmechanismen an: Neben Eigenmarken wurde jetzt auch in Lizenz hergestellt, "Frisco" beispielsweise. Doch mehr und mehr zeichnete sich die Konzentration des Einzelhandels ab, erreichten die Füllkapazitäten nicht nur in Hamburg astronomische Größenordnungen. Die Zukunft schien vorprogrammiert, mußte umgedacht werden, ein kalkulierbares Risiko Maxime werden.
Die Eigen-Produktion wurde im 109. Jahr der GÖTTSCHE-Chronik eingestellt, die Abfüllanlage verkauft und nach Grossbritannien verschifft. Fortan änderte sich die Struktur: ausschließlich der Vertrieb von Bier und alkoholfreien Getränken wurde der Geschäftszweig.
Dann folgte der nächste, der logische Schritt: die nachdrückliche Forcierung des Gastronomie-Bereichs, der mit dem Hinzugewinnen der Osterkamp Getränke GmbH einen weiteren Höhepunkt in der nunmehr 117jährigen Geschichte Carl Göttsches darstellt.
Das heutige Getränkefachunternehmen GÖTTSCHE • GETRÄNKE steht auf zwei soliden und fundierten Säulen: auf der des Handels und auf der der Gastronomie.
Heute hat die Firma ein neues Outfit, einen Elefanten als Symbol. Ob Verkaufsförderung, maßgeschneiderte Gastronomie-Konzeptionen, betriebswirtschaftliche Beratungen - dieser Dienstleistungsbereich, Erfahrung und Know-how des Teams, sorgen für das Wachstum des Unternehmens.
Das Hauptmotiv der Elefanten-Werbung drückt es aus: EIN STARKES TEAM !
Aber auch die positiven Eigenschaften der scheinbaren "Dickhäuter" wie Beständigkeit, Sozialverhalten, Kraft, Mut und Intelligenz sind übertragbar.
Im Dienste der Kunden wird der Weg von GÖTTSCHE • GETRÄNKE weiterlaufen: TRADITION HAT ZUKUNFT
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Wagen mit Quellwasser, 1894. Bitte klicken für Detailansicht.
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